Holländerwindmühle „Edda”

Die historische Hoper Mühle „Edda” ist das Wahrzeichen von St. Michaelisdonn. Die Mühle steht im Ortsteil Hopen am Geestrand auf dem alten Kliff, dem Klev und ist schon von weitem sichtbar. Der historisch-touristische Freizeitführer „HISTOUR Dithmarschen", erschienen beim Boyens-Verlag, Heide, schreibt folgendes über „Edda": „Die Mühle „Edda” verdient es, unter den Mühlen besonders hervorgehoben zu werden, nicht nur ihrer baulichen Schönheit (Reetdach, Holzverkleidung des Unterteils), sondern auch ihrer herrlichen Lage oberhalb des Geestrandes wegen.

Ihre Vorgängerin, eine Bockmühle aus Buchholz, soll 1666 hierher umgesetzt worden sein, um eine benachbarte Wassermühle zu ersetzen. Als 1806 der berühmte Theologe und Müllersohn Claus Harms die Tochter des Hoper Müllers heiratete, standen die Flügel der Bockmühle in der Freudenschere. 1920 benannte man die 1842 erbaute Mühle in „Marie" um, 1959 in „Edda”, denn so heißt eine Schwiegertochter des Müllers Jürgens, dessen Vorfahren seit 1762 hier wirkten. Bis in die Gegenwart mahlt „Edda” Korn für den Eigenbedarf.

Vor wenigen Jahren wurde die Mühle umfassend restauriert." Die 1842 gebaute Hoper Mühle „Edda" ist eine sogenannte Holländerwindmühle. Die Mühle und der dazu gehörige Hof liegen zwischen Hopen und dem Ortskern von St.Michaelisdonn. Sie ist am besten zu Fuß zu erreichen, da nur Wander- und Landwege zur Mühle führen. So kann man einen Besuch der Hoper Mühle gleich mit einem Spaziergang verbinden. Vom Klev aus, auf dem die Windmühle steht, hat man einen guten Blick auf den Ort St. Michaelisdonn und die Marsch.

 
windmühle-edda2 

bauernhof-eddaDer alte Bauernhof, der zur Mühle „Edda" gehört, ist seit vielen Generationen
in der Hand der Müllerfamilie Jürgens.

Der Donner Heimat- und Mühlenverein e.V. kümmert sich um die Erhaltung dieses historischen Bauwerks. Einmal im Jahr, nämlich am Pfingstmontag, wird auch bei „Edda" der traditionelle Mühlentag veranstaltet. Neben einem kleinen Fest steht dann die Besichtigung der Mühle auf dem Programm. „Edda" ist die letzte verbliebene Windmühle im Ort In der Gegend gab es früher sehr viele Holländerwindmühlen zum Getreidemahlen. Auch in St.Michaelisdonn hat es mehrere Mühlen gegeben. Die meisten existieren nicht mehr. Lediglich die Westdorfer Mühle „Immanuel", die früher in der Nähe der Beamtenstraße stand, kann noch besichtigt werden und zwar im Mühlenmuseum von Gifhorn (Niedersachsen). Dort wurde die alte Westdorfer Mühle wieder aufgebaut und steht direkt am Eingang des Museums.

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