AktivRegion bringt Dithmarschen touristisch weiter nach vorn

Projektförderungen in Höhe von mehr als 330.000 Euro beschlossen - auch St. Michaelisdonn und das Amt Marne-Nordsee profitieren davon

Die neuesten Fördermaßnahmen der AktivRegion Dithmarschen zielen vor allem auf die Weiterentwicklung der  touristischen Strukturen im Kreis ab. Insgesamt fließen in den kommenden Monaten mehr als 330.000 Euro aus Mitteln der EU und des Landes Schleswig-Holstein an die Westküste. „Wir sehen großes Potenzial in der Qualitätsverbesserung der touristischen Infrastruktur. Daher wollen wir mit unserer gezielten Förderung Dithmarschen  weiter nach vorn bringen“, erläuterte Telsche Ott, Vorsitzende des LAG AktivRegion Dithmarschen e.V. im Anschluss an eine Vorstandssitzung und die Mitgliederversammlung in Meldorf.

Passend zum Sitzungsort geht die größte Fördersumme mit 100.000 Euro an die Stadt Meldorf. Natur- und wasserbezogene Angebote sollen im Konsens mit dem Naturschutz, der Wasserwirtschaft und dem Küstenschutz entwickelt werden. Dazu wird ein zunächst auf drei Jahre befristetes Prozessmanagement installiert. Geplant sind unter anderem eine touristische Profilbildung und unterstützende Maßnahmen im Hafen Meldorf, an der Badestelle Elpersbüttel sowie an der Badestelle Nordermeldorf. Weitere knapp 40.000 Euro erhält  die Stadt Meldorf für ein neues Marketing- und Kommunikationskonzept. Durch geeignete Angebote soll der Leerstand im Zentrum beseitigt, Wertschöpfungsmöglichkeiten in der Region genutzt und dem Fachkräftemangel in Folge der demografischen Entwicklung entgegengewirkt werden.

Für die Region wirbt auch das Projekt „Dithmarschen leuchtet“, das von der Industrie- und Handelskammer zu Flensburg, Geschäftsstelle Dithmarschen, ins Leben gerufen wird.  Der Schriftzug aus großen Leuchtbuchstaben - DITHMARSCHEN LEUCHTET- wird an verschiedenen Orten im Kreis positioniert. Damit soll Dithmarschen „in ein anderes Licht gerückt“ werden. Die Region soll neu und anders wahrgenommen werden – vor allem von jungen Menschen und begehrten Fachkräften. Das Projekt wird mit knapp 34.000 Euro gefördert.

Rund 76.000 Euro sind für das Amtsentwicklungskonzept Burg-St. Michaelisdonn vorgesehen. Damit  wird ein Rahmen für die zukünftige Entwicklung des Amtes geschaffen. Wichtige Themen sind Nahversorgung, Ärzte, Nachbarschaftshilfe, Dorfgemeinschaft, das Ehrenamt sowie die Entwicklung des Tourismus. Weitere 50.000 Euro fließen in die Modernisierung der Draisinenbahn von St. Michaelisdonn nach Marne. Damit kann der Draisinenbahnhof in St. Michaelisdonn modernisiert und insgesamt für ein höheres Maß an Barrierefreiheit gesorgt werden.

Das Amt Marne-Nordsee und die Gemeinde St. Michaelisdonn werden mit  20.000 Euro gefördert, um eine Entwicklungsstrategie „Bäderlandschaft südliches Dithmarschen“ erstellen zu lassen. Vor dem Hintergrund von zwei defizitären Schwimmbädern in Marne und S. Michel sollen Schwächen des Angebots festgestellt und Marketingstrategien entwickelt werden. 

Zwei weitere Projekte erhöhen die Qualität der Infrastruktur: die Schaffung eines Hebbel-Rund-Wanderwegs von Wesselburen über Norddeich und Süderdeich (knapp 8.000 Euro) und die „Grüne Insel“ St. Michaelisdonn, ein Wohnprojekt mit weitgehend autarker Energieversorgung, in dem alle Altersgruppen ein Zuhause finden und sich gegenseitig unterstützen (knapp 6.000 Euro).

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Das Freibad in St. Michaelisdonn.